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Was bedeutet Energieberatung für Wohngebäude?
Eine Energieberatung ist eine fachliche Bewertung des energetischen Zustands Ihres Hauses. Sie beantwortet drei Fragen: Wie steht das Gebäude heute da? Welche Verbesserungen bringen technisch und wirtschaftlich am meisten? Und wie passen die einzelnen Maßnahmen zusammen?
Der Mehrwert liegt im Zusammenhang. Eine neue Heizung, die vor der Dachdämmung geplant wird, ist oft zu groß dimensioniert. Neue Fenster ohne Blick auf Lüftung und Feuchte können zu Schimmel führen. Eine gute Beratung verhindert solche Brüche.
Welche Gebäude wir beraten
- Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften im Bestand
- Zweifamilienhäuser, auch mit vermieteter Einheit
- Reihenhäuser und ältere Wohngebäude, etwa aus den 1950er bis 1990er Jahren
- Kleinere Mehrfamilienhäuser nach Absprache im Erstgespräch
Für Neubauten, Gewerbe- und Nichtwohngebäude bieten wir derzeit keine Beratung an.
Was wir bewerten
Gebäudehülle
Dach bzw. oberste Geschossdecke, Außenwände, Fenster und Türen, Kellerdecke oder Bodenplatte. Wir achten auf Wärmebrücken, Luftdichtheit und den Feuchteschutz.
Heizung und Warmwasser
Wärmeerzeuger, Alter und Zustand, Verteilung, Heizkörper, Regelung und hydraulischer Abgleich. Wir prüfen auch, ob die vorhandene Anlage zum tatsächlichen Wärmebedarf passt.
Verbrauch und Nutzung
Ihre Verbrauchsabrechnungen der letzten Jahre, die Zahl der Bewohner und Ihre Gewohnheiten. So wird die Bewertung realistisch.
Wirtschaftlichkeit
Investitionskosten, mögliche Förderung, Energiekosten und Nutzungsdauer. Wir zeigen, was sich wann rechnet, und benennen Unsicherheiten offen.
Welche Unterlagen Sie vorbereiten sollten
Je mehr Informationen vorliegen, desto genauer und schneller wird die Bewertung. Hilfreich sind:
- Grundrisse, Schnitte und Ansichten, gern auch alte Bauantragsunterlagen
- Baujahr des Hauses und Jahr bereits durchgeführter Modernisierungen
- Energieabrechnungen (Gas, Öl, Strom) der letzten zwei bis drei Jahre
- Typenschild und Unterlagen der Heizung, letztes Schornsteinfegerprotokoll
- Falls vorhanden: Energieausweis, Rechnungen für Fenster, Dämmung oder Dach
Fehlt etwas? Kein Problem. Vieles lässt sich beim Vor-Ort-Termin aufnehmen. Mehr dazu im Ratgeber Welche Unterlagen brauche ich für die Energieberatung?
So läuft die Energieberatung ab
Erstgespräch
Telefonisch oder per Video. Wir klären Gebäude, Ziele, Zeitrahmen und den passenden Beratungsumfang.
Angebot
Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit Leistungsumfang und Kosten. Erst danach entstehen Kosten.
Vor-Ort-Termin
Begehung des Hauses vom Keller bis zum Dach, Aufnahme der Bauteile und der Anlagentechnik.
Auswertung
Berechnung und Bewertung von Ist-Zustand und Verbesserungsvarianten.
Ergebnisgespräch
Wir erklären die Ergebnisse, beantworten Ihre Fragen und besprechen die nächsten Schritte.
Was Sie erhalten und wo die Grenzen liegen
Sie erhalten eine schriftliche Zusammenfassung mit Ist-Zustand, empfohlenen Maßnahmen, einer sinnvollen Reihenfolge und groben Kostenrahmen. Der genaue Umfang steht im Angebot.
Wichtig zu wissen
- Eine Energieberatung ersetzt keine Fachplanung (zum Beispiel Statik, Ausführungs- oder Heizungsplanung).
- Kostenangaben sind Schätzungen. Verbindlich sind erst Angebote von Fachbetrieben.
- Einsparungen hängen von Ausführung, Wetter und Nutzung ab und können nicht garantiert werden.
Energieberatung und individueller Sanierungsfahrplan
Wenn Sie die Sanierung über mehrere Jahre planen oder Fördermittel nutzen möchten, ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) oft der nächste Schritt. Er ist ein standardisiertes Ergebnis der staatlich geförderten Energieberatung für Wohngebäude.
Für die geförderte Beratung, den iSFP und bestimmte Bestätigungen gegenüber BAFA und KfW ist ein Experte erforderlich, der in der Energieeffizienz-Expertenliste eingetragen ist. Wer diese Leistungen bei Ihrem Projekt erbringt, sagen wir Ihnen vorab transparent.